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Du lernst: Schallplatten digitalisieren
Du benötigst: macOS 13.5, Plattenspieler mit USB
Stell dir vor: Deine gesamte Schallplattensammlung auf dem Mac – ohne Kratzer, ohne Rauschen, jederzeit per AirPlay abrufbar. Mit GarageBand ist das kein Wunschtraum, sondern ein Nachmittagsprojekt.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
Dazu brauchst du ein Gerät, welches das analoge Signal der Nadel in digitale Daten umwandelt. Am einfachsten geht das mit einem Plattenspieler mit USB-Ausgang – bei modernen Geräten meist Standard. Wer einen älteren Spieler besitzt, greift zu einem Phono-Vorverstärker mit USB-Ausgang. Dieser übernimmt die weißen und roten Cinch-Kabel des Plattenspielers, hebt den Signalpegel auf ein Mac-taugliches Niveau an und gibt das Signal per USB weiter.
Tipp: Wenn GarageBand kein Signal empfängt, obwohl der USB-Plattenspieler angeschlossen ist und die Nadel aufliegt, suche nach einem Phono/USB-Umschalter am Gerät und stelle sicher, dass er auf USB steht.
Schritt 1
Verbinde deinen Plattenspieler oder Phono-Vorverstärker per USB mit dem Mac. Keine Sorge, wenn der angezeigte Gerätename nicht mit der Marke Ihres Plattenspielers übereinstimmt – das ist, wie hier gezeigt, völlig normal.
Schritt 2
Jetzt legst du fest, welches Gerät der Mac als Eingang nutzen soll. Öffne „Systemeinstellungen > Ton > Ausgabe & Eingabe“ und klicke auf „Eingabe“. Wähle dort dein Gerät aus – in unserem Beispiel: USB AUDIO CODEC.
Schritt 3
Öffne GarageBand und erstelle ein neues, leeres Projekt. Im Fenster „Neue Spur erstellen“ wählst du „Mikrofon oder Line“ – das ist die einfachste Einstellung für Schallplattenaufnahmen. Klicke danach auf „Erstellen“.
Schritt 4
Am unteren Rand des GarageBand-Fensters siehst du die Aufnahme-Einstellungen. Stelle sicher, dass als Eingang dein USB-Gerät ausgewählt ist, und lasse alle anderen Einstellungen unverändert – vor allem den EQ.
Schritt 5
Beim Digitalisieren von Vinyl sind Metronom und Einzähler deine Feinde: Sie erzeugen unerwünschte Klicks in der Aufnahme. Deaktiviere beide, indem du in der Symbolleiste auf die jeweiligen Icons klickst.
Schritt 6
Klicke auf „Aufnahme“ und starte deinen Plattenspieler. Zum Mithören aktivierst du das Monitoring. Keine Sorge, wenn das Aufsetzen der Nadel ein Geräusch erzeugt – das lässt sich später problemlos entfernen.
Schritt 7
Lasse GarageBand aufnehmen, bis die Seite zu Ende ist. Drehe die Platte dann um und nehme Seite 2 auf. Mache dir keine Gedanken über Hintergrundgeräusche – auch diese lassen sich später beheben.
Schritt 8
Wenn Seite 2 fertig ist, stoppe die Aufnahme. Du hast jetzt eine sehr lange Audiospur. Falls am Anfang Störgeräusche zu hören sind, kürze die Spur: Ziehe dazu an der unteren linken Ecke der Audiodatei nach rechts.
Schritt 9
Ziehe mit der Maus oder dem Trackpad im Zahlenbereich zwischen Symbolleiste und Audiospur, um einen gelben Cycle-Bereich um genau einen Song zu legen. Achte dabei auf falsche Schlusskadenzen – dieser Song hat eine.
Schritt 10
Klicke auf das Menü „Teilen“ – dort stehen mehrere Optionen. Um den Song in deine Musik-Mediathek zu übertragen, wähle „Teilen > Song an Musik“. Du kannst den Song auch als Datei exportieren, aber wir bleiben hier bei Musik.
Schritt 11
GarageBand fragt nach grundlegenden Angaben: Songtitel, Künstlername und so weiter. Entscheidend ist das Häkchen bei „Nur Cycle-Bereich exportieren …“ – ohne dieses exportiert GarageBand das gesamte Album als einen Track.
Schritt 12
Für die bestmögliche Klangqualität stelle unter „Qualität“ die Option „Unkomprimiert (AIFF)“ ein. Andere Formate klingen gut, komprimieren aber die Audiodaten. Verwende für jeden Song dieselben Einstellungen.

Wenn jemand bei der Mac Life Ordnung ins Chaos bringt, dann ist es Sven T. Möller – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als Layouter gibt er jeder Ausgabe ihre unverwechselbare Gestalt, als Redakteur sorgt er dafür, dass Apple-Themen mit der nötigen Tiefe behandelt werden. Sven ist seit Mitte der 2000er Jahre an Bord und damit eines der echten Urgesteine des Teams. Smarthome beschäftigt ihn als Eigenheimbesitzer mit besonderer Ernsthaftigkeit – und gelegentlich auch Frustration. Außerdem ist er mit Leidenschaft Musikhörer, wobei „hören“ bei Sven gerne auch als „beschallen“ interpretiert werden darf: Tests etwa für Bluetooth-Lautsprecher verantwortet er, frei nach dem Motto „je größer und lauter, desto besser“. Sven ist Mitbegründer und Co-Host des Apple-Podcasts Schleifenquadrat.
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und den Aufwand, weil die Schallplatte "wärmer" klingt? Obwohl ich das meiste auch Lossless kaufen kann?
… oder weil du Alben in deiner Sammlung hast, die es digital nicht zu streamen/kaufen gibt ;-)
Das müssten aber schon ein paar ausgefallene Schätzchen sein.
Hmm, man fragt sich, wie klingen digitalisierte Platten? Immer noch so wohltuend?
Eher nicht, glaube ich,
denn das wichtigste fehlt, eventuell.
Das analoge Abspielsystem aus Tonarm und 'Nadel',
welches den Klang beeinflusst und liefert.
Einfache USB Spieler sind dazu
möglicherweise nicht ganz in der Lage.
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